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Zeigte seine hässliche Fratze: Das Internet!

Denn anders, kurz auf den Punkt gebracht, läßt es sich nicht benennen. Das, was in Emden passiert ist bzw. was nach dem Mord an der kleinen Lena und der Festnahme eines jungen Mannes im Internet passierte, kann nur als großes Problem des WEB 2.0 begriffen werden.

 

Da wurde in Kommentaren auf irgendwelchen Internetseiten zur Lynchjustiz wie im Mittelalter aufgerufen. Da traf sich der Mob der Straße vor der Polizeiwache in Emden.

Da frage ich eines: Wo lebe ich eigentlich?

Vermutlich in einem Land, in dem es immer diese Menschen gab, die schneller in ihrem Urteil waren, als die Ermittlungen der Polizei.

Nur früher waren das Stammtischgespräche unter Freunden oder Familiengequatsche bei Kaffee und Kuchen.

 

Doch heute kann ja jeder, und das vor allem völlig anonym, seinen geistigen Durchfall im Internet in Form von Kommentaren oder gleich im eigenen Blog von sich geben.

 

Gerade der traurige Mordfall mit letztendlich zwei Opfern in Emden hat mal wieder gezeigt, wie hässlich, wie dumm und unreflektiert das von Menschen gemachte, gestaltete und mit "Inhalt" gefüllte Internet sein kann.

 

Was mich jetzt zu unserem neuen Bundespräsidenten bringt. Denn da wären seine Worte als Unterstützung für den falsch verdächtigten jungen Menschen, der im Internet so übel behandelt wurde, gefragt gewesen. Da hätte ich mir gewünscht, dass Herr Gauck uns alle zu mehr Reflektion in unserem Handeln, gerade im Internet, ermahnt.

Denn Freiheit ist schließlich eines seiner Themen. Wobei es in diesem Fall eher um die Begrenzung von dieser Freiheit geht.